Wenn Sie wissen möchten, wie man einen Blowout ohne Rundbürste macht, können Sie auch zu Hause ein glattes, voluminöses Finish erzielen. Entscheidend sind die richtige Luftstromrichtung, gleichmäßiger Zug und eine Methode, die zu Ihrem Haartyp passt.
Was macht einen Blowout aus – auch ohne Rundbürste?
Ein Blowout besteht im Wesentlichen aus zwei Elementen: einer glatten Haaroberfläche mit weniger Frizz und mehr Glanz sowie einer vorteilhaften Form mit Volumen am Ansatz und einer weichen Biegung in den Spitzen.
Dafür ist nicht zwingend eine Rundbürste notwendig.
Wichtig sind:
- Luftstrom von den Wurzeln zu den Spitzen, um die Haaroberfläche zu glätten
- Gleichmäßiger Zug auf kleinen Haarpartien
- Eine Abkühlphase mit Kaltluft oder Lockenwicklern, damit die Form länger hält
Wenn Sie diese Grundlagen beachten, können Sie eine der folgenden vier Methoden wählen.

Schnelle Vorbereitung für einen sauberen, langanhaltenden Blowout
Das Haar sollte feucht, aber nicht tropfnass sein
Trocknen Sie das Haar zunächst vorsichtig mit einem Handtuch und anschließend grob mit den Händen, bis es ungefähr 70–80 % trocken ist.
Die eigentliche Formgebung funktioniert besser, wenn nicht mehr zu viel Wasser im Haar vorhanden ist.
Leichte Produkte in der richtigen Reihenfolge verwenden
Beginnen Sie immer mit einem Hitzeschutz.
Für zusätzliches Volumen können Sie etwas Mousse am Ansatz verwenden. Für mehr Geschmeidigkeit eignet sich eine leichte Föhncreme in den mittleren Längen und Spitzen.
Öle sollten erst am Ende verwendet werden.
Zu schwere Produkte vor dem Föhnen können das Volumen reduzieren und dazu führen, dass das Haar schneller fettig oder beschwert aussieht.
Den Föhn kontrolliert einstellen
Wenn Ihr Haartrockner über eine Konzentrator-Düse verfügt, verwenden Sie diese.
Beginnen Sie mit mittlerer Temperatur und mittlerem Luftstrom. Dadurch können Sie das Haar kontrollierter glätten, anstatt es lediglich mit starker Luft zu trocknen.
Hoher Luftstrom eignet sich hauptsächlich für die erste Grobtrocknung. Für die Formgebung sollten Sie anschließend auf eine niedrigere Stufe wechseln.
Beenden Sie jede Haarpartie nach Möglichkeit mit einem kurzen Kaltluftstoß.
Haare richtig abteilen
Teilen Sie das Haar in mindestens vier Bereiche. Bei sehr dichtem oder dickem Haar können mehr Sektionen sinnvoll sein.
Arbeiten Sie von unten nach oben.
Kleinere Haarpartien benötigen normalerweise weniger Durchgänge und behalten ihre Form länger.
Methode 1: Paddle Brush und Föhn
Diese Methode kommt einem klassischen Blowout ohne Rundbürste am nächsten und eignet sich besonders gut für glattes bis gewelltes Haar.
Schritt-für-Schritt-Technik
Arbeiten Sie jeweils mit einer kleinen Haarpartie.
Setzen Sie die Paddle Brush unter das Haar und ziehen Sie die Strähne mit gleichmäßigem Zug von den Wurzeln zu den Spitzen.
Führen Sie den Föhn direkt hinter der Bürste entlang. Die Düse sollte nach unten in Richtung der Haarlängen zeigen.
Bewegen Sie Bürste und Föhn langsam genug, damit die Partie vollständig trocknen und gleichzeitig geglättet werden kann.
Für eine weiche Biegung drehen Sie das Handgelenk an den letzten Zentimetern leicht nach innen.
Verwenden Sie anschließend für zwei bis drei Sekunden Kaltluft, damit sich die Form stabilisiert.
Schneller Trick für mehr Volumen am Ansatz
Heben Sie die Haarpartie zunächst am Ansatz an und föhnen Sie diesen Bereich einige Sekunden nach oben.
Glätten Sie anschließend die Längen.
Für zusätzliches Volumen am Oberkopf können Sie die Haare entgegen ihrer normalen Fallrichtung trocknen und nach dem Abkühlen wieder zurücklegen.

Methode 2: Föhnen und anschließend mit Lockenwicklern fixieren
Wenn Sie einen luftigen, voluminösen Blowout-Look wünschen, sind große Lockenwickler eine besonders einfache Methode.
Sie übernehmen einen großen Teil der Formgebung, ohne dass beim Föhnen eine Rundbürste koordiniert werden muss.
So erzeugen Sie Blowout-Volumen mit Lockenwicklern
Föhnen Sie das Haar zunächst, bis es ungefähr 90–95 % trocken und noch leicht warm ist.
Teilen Sie glatte Haarpartien ab und rollen Sie diese mit sanftem Zug auf große Wickler.
Verwenden Sie große Rollendurchmesser, damit eine weiche Blowout-Biegung entsteht und keine stark definierten Locken.
Setzen Sie die Lockenwickler zuerst am Oberkopf und rund um das Gesicht ein, da diese Bereiche den größten sichtbaren Einfluss auf den Look haben.
Lassen Sie die Haare vollständig abkühlen – etwa 10 bis 20 Minuten.
Entfernen Sie anschließend die Wickler und bürsten Sie das Haar vorsichtig aus.
Ein leichtes, flexibles Haarspray kann das Finish fixieren.

Methode 3: Hot Air Brush
Eine Hot Air Brush kombiniert Luftstrom und Wärme in einem Gerät und kann deshalb leichter zu koordinieren sein als Föhn und separate Bürste.
So erreichen Sie ein Blowout-Finish ohne Überhitzung
Beginnen Sie, wenn das Haar etwa 70–80 % trocken ist.
Arbeiten Sie in kleinen Sektionen und halten Sie das Gerät ständig in Bewegung.
Für mehr Ansatzvolumen setzen Sie die Bürste unterhalb der Haarwurzeln an und heben die Partie leicht an.
Für eine sanfte Biegung drehen Sie das Gerät an den Spitzen ungefähr um eine Vierteldrehung.
Lassen Sie die Haarpartie danach kurz abkühlen, bevor Sie sie erneut berühren.
Hot Air Brushes eignen sich besonders gut für feines bis mitteldickes Haar, das hauptsächlich Volumen und Form benötigt und nicht mit sehr intensiver Hitze bearbeitet werden soll.

Methode 4: Glätteisen für ein poliertes Blowout-Finish
Ein Glätteisen ersetzt den eigentlichen Föhnvorgang nicht vollständig.
Es eignet sich jedoch hervorragend als abschließender Schritt, wenn Sie glänzende Spitzen und eine saubere, leicht eingedrehte Form erzielen möchten.
Die Technik: Biegen statt komplett glätten
Das Haar muss vollständig trocken sein und mit Hitzeschutz vorbereitet werden.
Nehmen Sie eine kleine Haarpartie und halten Sie sie mit einem Kamm oder den Fingern leicht unter Spannung.
Führen Sie das Glätteisen gleichmäßig durch die Längen.
An den letzten 5–8 cm drehen Sie das Handgelenk leicht nach innen oder außen, um eine sanfte Biegung zu erzeugen.
Halten Sie die geformte Spitze anschließend kurz in der Hand, damit sie abkühlen kann.
Diese Abkühlphase hilft dabei, die Form länger zu erhalten.
Damit der Look weiterhin wie ein Blowout und nicht wie komplett geglättetes Haar wirkt, sollten Sie sich vor allem auf Spitzen und obere Haarpartien konzentrieren und nicht jede Strähne vom Ansatz bis zur Spitze völlig flach pressen.

Häufige Blowout-Probleme und schnelle Lösungen
Wenn der Blowout nicht wie gewünscht aussieht, reicht häufig eine kleine Korrektur aus.
Frizz
Frizz entsteht häufig, wenn der Luftstrom seitlich oder nach oben gerichtet wird oder die Haarpartien zu groß sind.
Befeuchten Sie die betreffende Partie leicht und führen Sie anschließend einen langsamen Durchgang mit nach unten gerichtetem Luftstrom und kontrolliertem Zug durch.
Zu flacher Ansatz
Flache Wurzeln entstehen oft, wenn hauptsächlich die Längen getrocknet wurden.
Erwärmen Sie nur den Ansatz erneut, heben Sie die Partie einige Sekunden an und fixieren Sie sie anschließend mit Kaltluft.
Spitzen drehen sich in die falsche Richtung
Unkontrollierte Spitzen entstehen häufig, wenn sie ohne gezielten Zug getrocknet werden.
Führen Sie einen letzten Durchgang mit der Paddle Brush durch oder setzen Sie nur die Spitzen auf zwei große Lockenwickler, bis sie abgekühlt sind.
Die Form fällt schnell zusammen
Wenn Volumen oder Biegung schnell verschwinden, wurde häufig die Abkühlphase übersprungen.
Kaltluft, Lockenwickler oder einfaches Abkühlen ohne Berührung helfen dabei, die neue Form länger zu erhalten.
Die beste Blowout-Methode für Ihren Haartyp
Feines Haar
Verwenden Sie große Lockenwickler oder eine Hot Air Brush für mehr Volumen.
Halten Sie Cremes und Öle möglichst sparsam.
Dickes Haar
Eine Paddle Brush mit Föhn bietet mehr Kontrolle.
Für zusätzliches Volumen können Lockenwickler am Oberkopf ergänzt werden.
Gewelltes Haar
Verwenden Sie eine Paddle Brush für ein glatteres Finish oder Lockenwickler für einen weicheren, voluminösen Blowout.
Lockiges Haar
Arbeiten Sie mit mehr und kleineren Sektionen.
Die Paddle Brush liefert kontrollierten Zug, während große Lockenwickler helfen können, die Form anschließend zu fixieren.
Kurzes Haar oder Pony
Trocknen Sie die Haare zunächst abwechselnd in verschiedene Richtungen.
Bringen Sie sie anschließend in die gewünschte Position und fixieren Sie den Style mit Kaltluft.
So hält Ihr Blowout zwei bis vier Tage
Lassen Sie das Haar nach dem Styling vollständig abkühlen, bevor Sie es stark bürsten oder schwere Produkte auftragen.
Warmes Haar verliert Volumen schneller.
Binden Sie die Haare nachts locker hoch und verwenden Sie nach Möglichkeit einen Kissenbezug aus Seide oder Satin, um Reibung zu reduzieren.
Für eine Auffrischung am zweiten Tag können Sie etwas Trockenshampoo am Ansatz verwenden und die obere Haarpartie mit niedriger Wärme kurz glätten.
Bei hoher Luftfeuchtigkeit eignet sich ein Anti-Humidity-Spray häufig besser als zusätzliches Öl.
Blowout bei Echthaarperücken und Toppern
Dieselben Blowout-Techniken können grundsätzlich auch bei Echthaarperücken und Toppern angewendet werden.
Dabei sollte der Zug jedoch besonders sanft sein und das Haarteil sicher auf einem Perückenständer befestigt werden.
Verwenden Sie in der Nähe von Lace, Monofilament oder anderen Basismaterialien niedrigere Temperaturen und halten Sie den Luftstrom ständig in Bewegung.
Nutzen Sie Kaltluft oder Lockenwickler, um die Form zu fixieren, anstatt die Kappe über längere Zeit starker Wärme auszusetzen.
FAQs: Wie macht man einen Blowout ohne Rundbürste?
Kann man einen Salon-Blowout ohne Rundbürste erreichen?
Ja. Eine Paddle Brush, ein Föhn, große Lockenwickler oder eine Hot Air Brush können ein glattes und voluminöses Blowout-Ergebnis erzeugen.
Entscheidend sind kleine Haarpartien, kontrollierter Zug und ein nach unten gerichteter Luftstrom.
Welche Methode ist für Anfänger am einfachsten?
Das Föhnen mit anschließendem Einsatz großer Lockenwickler ist besonders unkompliziert.
Die Wickler erzeugen Volumen und Biegung auch dann, wenn die eigentliche Föhntechnik noch nicht perfekt ist.
Wie bekomme ich ohne Rundbürste Volumen am Ansatz?
Trocknen Sie zuerst die Wurzeln.
Heben Sie die einzelnen Partien während des Föhnens nach oben und verwenden Sie anschließend Kaltluft.
Große Lockenwickler am Oberkopf können das Volumen zusätzlich verlängern.
Warum sieht mein Blowout frizzig aus?
Häufig liegt es an seitlich oder nach oben gerichtetem Luftstrom oder daran, dass das Haar zu nass beziehungsweise die Haarpartien zu groß waren.
Verwenden Sie eine Konzentrator-Düse, kleinere Sektionen und führen Sie die Luft immer von den Wurzeln zu den Spitzen.
Kann ich ein Glätteisen verwenden und trotzdem einen Blowout-Look behalten?
Ja.
Verwenden Sie das Glätteisen hauptsächlich zum Polieren und sanften Biegen der Spitzen.
Wenn das gesamte Haar vom Ansatz bis zu den Spitzen vollständig flach geglättet wird, geht der typische voluminöse Blowout-Effekt verloren.
Wenn Sie wissen, wie man einen Blowout ohne Rundbürste macht, stehen Ihnen mehrere praktische Möglichkeiten zur Verfügung: Paddle Brush und Föhn für Kontrolle, große Lockenwickler für Volumen, eine Hot Air Brush für einfache Formgebung oder ein Glätteisen für ein sauberes Finish.
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